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Vatertag
Es ist Feiertag, Christi Himmelfahrt, oder auch bekannt unter Herrentag oder Vatertag, und selbstverständlich lässt die Firma die Fahrer draussen stehen – war ja auch nichts anderes von der Bude zu erwarten!
Da ich mir das aber schon fast gedacht hatte, habe ich mir sämtliche Teile für meinen Verbrenner in den LKW geschmissen, um den defekten Motor zu erneuern und diesen dann auch einlaufen lassen zu können.
Ich habe mir eine ruhige Seitenstraße in Eching herausgesucht, direkt neben einem Möbelmarkt, der einen prima asphalttierten parkplatz bietet.
Leider leider hat es bei der ersten echten Fahrt auch gleich den Frontflügel in tausend Teile zerlegt, aber was soll´s, das gehört vermutlich dazu, und der Rest ist ja ganz geblieben.
Das Teil hat eine super Straßenlage und geht ab wie ein Zäpfchen. ![]()
So, und jetzt baue ich erstmal den den Motor um, denn bei der letzten Fahrt ist die Krümmerhalterung abgerissen, und dann geht´s weiter – vielleicht finde ich ja noch eine bessere Position für das Kamerahandy …
Löschen!
Löschen?
Der Sklaventreiber meines geringsten Vertrauens, vertreten durch seine unfähigen Lakaien, war gestern trotz mehrmaliger Aufforderung meinerseits so nett, und hat mir meinen Hochzeitstag gründlichst versaut.
Aber mal ganz von vorne. Die Wochenendpause wäre um gewesen gestern um 10 Uhr. Der Gesetzgeber sagt, dass eine pause auch nur dann als Pause gewertet werden kann, wenn das Ende dieser VOR Beginn der Pause bekannt ist. Da die regelmäßige Wochenendruhe 45 Stunden beträgt, und ich noch einmal 24h nachzuholen hatte, waren es ergo 69 Stunden, und somit das Ende bekannt, nämlich gestern vormittag um 10 Uhr.
Diese Regelung sehen Disponenten in der Regel (und auch ausserhalb) eher als grobe Empfehlung, bestenfalls, dran halten tut sich jedenfalls kaum einer.
Die Tourmitteilung beinhaltete eine Strecke von etwas über 600km plus einem Tankstop, davon über 200km über Land.
Ich rechnete denen noch schnell per SMS vor, wann die Tour aufgrund erreichter Schichtzeit unterbrochen wird, und wann sie wieder startet, und dass der Termin 10 Uhr heute früh nicht machbar ist, und startete mit einem Hals dicker als der von einem Elefanten die Tour.
Die Stimmung bei allen (privat) beteiligten entsprechend unter aller Sau – wiedereinmal hat die Krake der Intelligenzbestien für sich entschieden und zugeschlagen – was jucken schon private Interessen der Fahrer? Hauptsache, man selbst ist pünktlich mit dem Arsch auf der Mutti.
Heute vormittag dann eine SMS mit einer Folgetour, welche bereits bei grober Betrachtung einfach nur ein Witz war, selbstverständlich unmöglich in den vorgegeben Zeiten machbar. Da ich in der Vergangenheit jedesmal zurückgerufen habe, um mitzuteilen, dass das so nicht klappt, es aber seltenst dann korrigiert wurde, ersparte ich mir dieses mal diesen Driss.
Kurz danach dann ein klingelndes Telefon – da keine Freisprecheinrichtung vorhanden ist, habe ich es selbstverständlich klingeln lassen.
Daraufhin dann eine SMS: “Auch wenn Du mit uns nicht mehr reden möchtest, muss ich mal von dir wissen ob das klappt mit deinen touren……DINGEND melden!!!!!!!”
Ich: “Womit mal wieder bestätigt ist, dass man Euch mitteilen kann was und wie man will. Was habe ich denn gestern geschrieben, wann ich wie lange in Pause gehe und wann ich heute weiter fahre? Klappt natürlich nicht! Aber wen interessiert schon, was ein dummer Fahrer sagt …..”
Es folgte noch ein Anrufversuch, und dann war Ruhe, erstmal, bis ich dann beim nächsten Kunden auf dem Hof stand und nochmals nachfragte, ob ich nun die Folgetour aufnehmen (und gegen die Wand fahren) soll, oder nicht.
Erneut ein klingelndes Telefon – ich ging ran. Erstmal kam der Abgleich, warum ich denn verspätet die Tour beendet habe (als ob ich das nicht schon einen Tag zuvor schriftlich angekündigt hätte!!!!!), und dann wurde ich an den weitergereicht, der die Touren verteilt.
Es folgte ein hilfloser Versuch, mich als den Bumann hinzustellen, und nachfolgend dann noch die Erklärung, dass das ja alles wesentlich besser funktionieren würde, wenn ich meine Zeiten regelmäßig mitteilen würde – mit anderen Worten, alle doof, nur er nicht! Zum Glück speichere ich JEDE SMS ab, um mir diesen Schuh nicht anzuziehen! Und, achja, diese “komische Internetgeschichte” soll ich doch bitteschön auch löschen.
Lieber Arbeitgeber, auch für Dich mal ein Crashkurs in Sachen Freiheitsrechte: zu beachten ist auch der Satz 2 -> PERSÖNLICHE EHRE!!! Da BIS JETZT noch kein Name gefallen ist, schreibe ich hier auch weiterhin, WAS MIR PASST. Wenn das Deinem Traumdenken schmerzt, ist das Dein Problem, aber nicht meines, zumal es sich hier um BELEGBARE TATSACHEN handelt!
Es steht Dir jederzeit frei, mich zu kündigen – auf die Begründung freuen sich mein Anwalt und auch ich schon jetzt!
Ich habe es vor einiger Zeit schonmal gesagt, und einmal wiederhole ich mich noch: pisst Du mir ans Bein, pisse ich zurück, und ich habe einen härteren Strahl als Du!
ERGO: HIER WIRD NICHTS GELÖSCHT!!!
Kleene, Du kannst mich mal!
Hallo Gewerbeaufsichtsamt,
hallo Bundesamt für Güterkraftverkehr.
Den nachfolgenden Beitrag bitte aufmerksam durchlesen, genauere Daten zu Firma, Standort und “Disponent” gebe ich gerne nach schlüssiger Authenifizierung der Person weiter!
Die obigen Bilder zeigen meine Route, erst von Strausberg nach München, dort entladen, und dann leer weiter nach Ulm.
Wie auf dem ersten Bild zu sehen ist, beträgt die reine Fahrstrecke OHNE Rangieren bei den Kunden schon 10h, ohne dass ich überhaupt gefragt wurde, ob ich denn 10h fahren möchte (das ist nämlich noch immer eine freiwillige Sache des Fahrers, und kann nicht einfach so gefordert werden!)
Termin in München ist Montag 12 Uhr – ergo muss ich hier unter Berücksichtigung von Lenkzeitunterbrechungen und anderen Eventualitäten um 2 Uhr starten (und ab Start sehr tief fliegen).
Dort erfolgt dann die Entladung, welche ca eine Stunde dauern dürfte – während dieser Zeit läuft das digitale Aufzeichnungsgrät auf “Arbeit” – dementsprechend ist direkt danach nochmals eine Lenkzeitunterbrechung von 45 Minuten fällig, plus die 1h45min Minuten zum nächsten Kunden.
Bis dahin beträgt die Schichtzeit dann bereits ca. 13h30min, Ankunft dürfte gegen 15:30 Uhr sein!!!
Dort angekommen, soll ich mir laut Weisung einen Platz an einer Rampe geben lassen, und während der Beladung auf Pause stellen!
Ankunft beim ersten Kunden in Venlo ist mit spätestens 8 Uhr am Dienstag geplant – mit Einkalkulierung von Lenkzeitunterbrechung und anderen Eventualitäten also Abfahrt in Ulm um 23:45 Uhr.
Wer jetzt mitgerechnet hat sieht, dass dazwischen keine 9h Schichtpause liegen, auch wenn das illegale Setzen des Pausenflags im Aufzeichnungsgerät erfolgt wäre!!!
Mit solchen Touren wird man die letzten Wochen und Monaten in dieser Firma ständig “beglückt”, und ein Widersprechen hat meist ein “das ist eine Arbeitsanweisung!!!” oder sonstige strunzendumme Drohungen zur Folge!
Tourenplanung, oder besser gesagt Tourenverteilung, wird in dieser Firma durch ungelerntes Aushilfspersonal getätigt, welches selbst mit den einfachsten Gesetzen nichts anzufangen weiss!
Meine Antwort ist fast immer die gleiche: “kannste knicken, is nich, etc pp.”, denn ich mache einen solchen Mist nicht mit!
Beschwerden über diese gemeingefährliche, unfähige und obendrein kackfreche und arrogante Person führen zu nichts, und enden meist mit Sprüchen wie “hier wird nicht diskutiert”, oder “Knuth schafft das immer” – dem ersten Stimme ich voll zu, da wird nicht diskutiert, denn ich mache das einfach nicht so, wie die es wollen – dann setze ich die Tour eben gegen die Wand, und die zahlen Strafe, und zu dem zweiten, dann soll Knuth diese Tour eben fahren, ich jedenfalls nicht, zumindest nicht in den vorgegebenen Zeiten!
Ich bin in erster Linie MIR und meinem Führerschein verpflichtet,
in zweiter Linie den Gesetzen,
UND ERST DANN meiner Firma und dem Auftraggeber!!! Deren Dummheit und Arroganz werde ich nicht ausbügeln, NEVER!
Spritsparen um jeden Preis???
Die Zeiten sind hart, bei Spritpreisen, die einen jeden zu teilweise haarsträubenden Aktionen und Fahrmanövern bringen.
So gehen die Dieseldiebstähle aus LKW und Baustellenfahrzeugen stetig nach oben, und auch die Öko-Anhänger auf den Autobahnen nehmen zu – zu erkennen sind sie daran, dass sie sich auf der zweiten und dritten Spur Dünnblechrennen leisten, welche ein LKW nicht besser hinkriegen könnte!
Auch nehmen die Rechtsfahrer deutlich zu, auch wenn diese sich den Zorn eines jeden LKW-Fahrer zuziehen, denn 70km/h und weniger im LKW-Überholverbot sorgen für extrem erhitze Gemüter unter den LKW-Fahrern, da diese durch solche Ökos enorm Zeit verlieren.
Sinnigerweise werden plötzlich (oh Wunder) die LKW-Überholverbote nahezu deutschlandweit recht genau überwacht – die Staatskasse will davon natürlich auch profitieren.
Was mich aber so richtig auf die Palme treibt, sind die fortgeschrittenen Spritsparer.
Diese erkennt man daran, dass man sie im Rückspiegel nicht mehr sieht! Der “Sicherheitsabstand” liegt irgendwo zwischen 1 bis 10m, und alle 2 km blinzeln sie mal kurz hinterm LKW hervor.
Leute. Habt Ihr Euer Leben satt? Habt Ihr eine Vorstellung dessen, wie gut heutzutage ein LKW bremst??? Das muss noch nichteinmal durch den Fahrer des LKW geschehen – da reicht ein deutlich langsamerer und weiterer Ökoanhänger/Auffahrer auf die Autobahn voll und ganz aus, damit der LKW vollautomatisiert eine NOTBREMSUNG hinlegt, und bei dieser seht Ihr garantiert kein Land mehr!
Ein LKW ist heutzutage mit Scheibenbremsen ausgestattet, an jedem einzelnen Rad, und die Wirkfläche eines LKW-Bremsklotzes im direkten Vergleich zu dem einer PKW-Scheibenbremse liegt bei 400% !!! 12 vollbremsende Reifen eines LKW mit deutlicher weicherer Gummimischung in den Reifen bei deutlicher größerer Auflagefläche des Reifens gegen 4 Spalttabletten eines PKW … selbst wenn Ihr Reaktionen wie ein Weltmeister haben solltet, reicht das nicht, um einen Auffahrunfall zu vermeiden!
Ihr habt bei einem solchen Abstand noch nichteinmal Zeit, um zu reagieren! Das letzte was Ihr seht, ist ein kurzes Aufleuchten der Rückleuchten, und dann geht Euch bereits die Ladekante des Aufliegers durch den Kopf, denn die Abschlussbleche/Leuchtenträger halten Euch nicht auf – Ihr wandert durch bis zur Achse!
Windschattenfahren ist bei einem LKW eh absolut sinnlos, da er am Heck eine enorme Abrisskante bildet – da müsstet Ihr schon mit Eurer Stossstange an den Rückleuchten des LKW kratzen, um einen Effekt zu erreichen!
Fahrt 90 km/, kein Problem, aber haltet bitte Abstand wie vom Gesetzgeber gefordert!
Der Abstand der Autobahnleitpfosten beträgt auf der Autobahn 50 Meter – ist also ein gutes Maß, um sparsam UND SICHER unterwegs zu sein!
Wenn Spritsparen im Tod endet, habt Ihr den Sinn verfehlt, und einen LKW-Fahrer macht Ihr zusätzlich auch noch unglücklich durch solche Aktionen, und glaubt es oder nicht, der hat schon genug Sorgen in seinem Job, da kann er auf eine Auffahrleiche dankend verzichten!
Dreist kommt weiter
… dachte sich vermutlich die neue im Büro, als sie mir die Tourdaten übermittelte.
Diese Tour sah vor, dass ich mal wieder über das Wochenende draussen bleiben sollte.
Da ich dieses Wochenende jedoch schon etwas vor hatte, habe ich der Firma seit Wochenanfang mehrmals mitgeteilt, dass sie daran denken sollen, dass
a) ich bereits letztes WE plus dem Feiertag draussen war, und
b) ich das kommende Wochenende nach Hause MUSS.
Naja, wie das eben so ist, wenn man der Meinung ist, man könnte mit einem Vollhorst von Idiot alles machen, wurden sämtliche Erinnerungen bis gestern abend konsequent ignoriert.
Diese neue habe ich gefressen, seit sie in der Firma angefangen hat! Nicht nur, dass sie absolut keine Ahnung von Verordnungen und Gesetzen hat, nein, sie ist auch noch strunzenarrogant und hat einen Ton am Hintern, bei welchem ich das Kotzen kriege!
Jedenfalls antwortete ich nach Erhalt der Tourdaten gleich, dass sie sich die Tour knicken kann, da ich siehe a und b und so weiter.
Dann kam das, was sie sich hätte kneifen sollen, eine erneute SMS mit “das ist eine Arbeitsanweisung!”
Das war der Punkt, auf welchen ich nur gewartet hatte!
Dass meine Antwort-SMS nicht gerade freundlich ausfiel, brauche ich hier ja wohl nicht mehr besonders erwähnen (die treuen Leser dürften vermutlich gerade das Schmunzeln im Gesicht haben), naja, jetzt war eine Etage höher angesagt. Diese vermittelte mich dann sogleich an eine andere Person in der Tourenverteilung (von Disposition mag ich da schon garnicht mehr sprechen), mit welcher ich jedoch bisher immer bombig klargekommen bin – somit konnte man auf einem normalen Niveau reden, ohne dass ich gleich einen Herzkaspar erlitt.
Dabei kam dann heraus, dass ich für das letzte Wochenende garnicht als “draussen” geführt wurde, und man somit wie selbstverständlich davon ausging, dass ich ja auch ruhig mal draussen bleiben könne. (ruhig bleiben kleener, allet wird jut)
Nach einigem Hin und Her bekam ich dann das O.K., nach meinem Vorschlag verfahren zu können, also die Tour fahren, jedoch mit Zwischenstop zuhause, und alle waren glücklich.
Alle? Nunja die eine neue da bestimmt nicht, denn nach dieser Aktion dürfte sie erneut einen Anranzer kassiert haben, was ich nur zutiefst hoffe, denn solche Leute haben nichts in Positionen zu suchen, in welchen man Schaltstelle in alle möglichen Richtungen ist.
Ich brauche als Kraftfahrer einen fähigen Disponenten, der auch mal zuhört, und keinen, der sich aufführt wie Master of Disaster, ohne auch nur im Ansatz einen Plan von irgendwas zu haben – ich hoffe zutiefst, dass diese Person ganz schnell beruflich umorientiert wird! Regalkraft wäre optimal geeignet!
Dreist kommt weiter? Mag sein, dass sie damit bei vielen Erfolg hat, aber nicht bei mir, denn noch bestimme ich selbst, ob ich mein Wochenende im LKW verbringe oder nicht, und mit “Friss oder stirb” hat bei mir noch nie jemand etwas erreicht, da schalte ich nämlich in Bruchteilen von Sekunden auf sowas von stur, wie man sich das kaum vorstellen kann.
Zwar habe ich jetzt noch ordentlich Strecke vor mir, aber immerhin komme ich nach Hause.
Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG
Heute fand in der Firma im Rahmen des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes eine Schulung sprich Weiterbildung nach dem §5 statt, genau genommen das Modul 3 “Fahrsicherheit”.
Dieses tolle Gesetz soll der SIcherheit dienen, “alten” Fahrern im gewerblichen Güterverkehr neue Erkenntnisse und Ansichten vermitteln, und auf Gefahren etc hinweisen.
Klingt theoretisch ja erstmal nicht verkehrt, aber praktisch ist der Inhalt sowas von am Ziel vorbei geschossen, dass es für jeden einzelenen Teilnehmer eine pure Provokation und Beleidigung darstellt, man offensichtlich als “Eh-Schon-Profi” im Straßenverkehr unverhohlen für dumm verkauft wird!
Die Themen, welche jeder Kraftfahrer tagtäglich in der Praxis anwendet, sind sowas von grottig ausgewählt und ausgearbeitet, dass man als Teilnehmer gewillt ist, die Veranstaltung nach spätestens 10 Minuten zu verlassen, da man sich schlichtweg verarscht fühlt!
Da muss man sich von Theoretikern erklären lassen, wie man seinen Job praktisch auszuüben hat, und das auf einem Niveau, wo mir das Hals anschwillt!
5 Module á 7 Stunden sind vorgeschrieben, 3 habe ich nun absolviert – mich graut es vor den letzten beiden!
Mal davon abgesehen, dass durch diesen Schrott definitiv nicht ein Fahrer sicherer wird, kostet dieser Spaß nicht gerade wenig.
Auch darf ich zusätzlich zu der knappen Freizeit nochmals 5 Wochenenden opfern, damit sich Genosse Dünnblechzecke auf den Straßen sicherer fühlt – soll er doch mal in kurzen und regelmäßigen Abständen solche Maßnahmen besuchen, welche der allgemeinen Sicherheit dienen – ich wäre voll dafür!
Oder die Suizidopfer auf ihren motorisierten Feuerstühlen, oder (und auch gerade) die Outlaws auf ihren ITS-Geräten (Ich-trete-selbst = Fahrrad)!!!
Unser Staat ist für eine Menge bekloppter Gesetze bekannt, aber dieses ist echt die Krönung dessen, was sich unfähige Köpfe ausgedacht haben!!!
Ich habe mich ja schon gewundert, …
… dass da meine Firma nicht schon viel früher drauf gekommen ist, aber heute war es dann soweit:
Heimfahrt nicht im LKW, sondern in einer Leihtrethure (Mietwagen). Da ich gestern schon knapp am Rande meiner zulässigen Schichtzeit war, wurde nochmal eine Ruhepause eingelegt, bevor ich dann heute früh zum Verleiher gefahren bin, und dort dann LKW gegen Transporter eingetauscht habe.
Es ging wesentlich fixer als im LKW, und obendrein belastet es auch nicht die Fahrerkarte mit Lenkzeit, sondern nur mit Arbeitszeit.
Und nein, ich habe damit kein Problem. Ganz im Gegenteil. Kein Stress mit der Parkplatzsuche übers WE und ein bis zu 5 Stunden kürzerer Heimweg sind unschlagbare Vorteile für mich, sowie für die Firma.
Für die Firma ist natürlich auch der geringere Spritverbrauch interessant, wobei man da auch vorsichtig sein muss, denn bei uns LKW-Fahrern werden die Mietautos nicht ohne Grund Trethuren genannt.
Auch entfällt die LKW-Maut, sodass bei einem vernünftigen Tarif durchaus jeder davon profitiert.
Günstiger, als den Fahrer am Wochenende draussen stehen zu lassen, dürfte es zudem auch noch sein, denn die Verbringung der WE-Pause im LKW ist grundsätzlich FREIWILLIG, sprich, wenn ich als Fahrer sage “Ihr könnt mich mal”, fallen zu den Zuschlägen auch nochmal Unterbringungskosten für ein Hotel an, und das kurzfristige Abspringen des Fahrers dürfte der Firma zudem noch sicher sein.
Allgemein ist die Stimmung unter den deutschen LKW-Fahrern derzeit extrem mies, da wirklich jede Firma auf kurz über lang dazu neigt, den Fahrer als das Sparpotential schlechthin zu sehen, ihn nach streng BWL-technischen Gesichtspunkten lediglich als eine Variable zu behandeln, und dabei auch noch zwischenmenschlich total versagen.
Gut, es gibt noch so ein paar “Hardliner” in den diversen Büros, welche noch daran festhalten, dass Fahrer Menschen sind, und dementsprechend ordentlich mit diesen umgehen, aber auch die werden nach und nach durch die skrupellosen und geldgierigen Vorstände durch menschliche Totalversager ersetzt, sodass auf dem Arbeitsmarkt so langsam ein gewisser Gleichstand eintritt, was alte Firmen, neue Firmen, beschissene Firmen und vormals gute Firmen eintritt, was es den deutschen Fahrern in ihrer Entscheidung langfristig einfach macht bei der Entscheidung, ob sie nach dem Jahreswechsel zu 2014 noch in diesem Beruf tätig bleiben oder nicht … denn dann greift die letzte Frist des Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetzes.
Liebe Firmen, kommt wieder zurück zu sozialem Verhalten, und das muss auch nicht immer etwas kosten, ausser vielleicht mal ein freundliches Wort, oder eine freundliche Nachfrage, ob ich denn kürzen/verlängern kann – dann ist die Antwort in den meisten Fällen eine andere, als wenn Ihr einfach Kraft eigener Suppe beschliesst, was zu sein hat oder nicht, obwohl Ihr ganz genau wisst, dass gesetzlich nur eine Person darüber entscheiden kann -> der Fahrer selbst.
Und was die Wochenenden betrifft, so soll es Fahrer geben, die keine Familie haben, die gerne für ein schmales Taschengeld das Wochenende im LKW verbringen – aber per “Arbeitsanweisung” beschliessen zu wollen, dass man ab sofort gefälligst regelmäßig alle 2 Wochen draussen bleiben soll, geht ja mal garnicht! Weder ist das ein Notfall (und hier meint der Gesetzgeber NICHT einen Auftragsnotstand), noch ist es zulässig, ganz gleichgültig dessen, was in einem Arbeitsvertrag dazu festgehalten ist, der zudem die höchst verwerfliche Salvatorische Klausel enthält, welche in zig Gerichtsurteilen als gänzlich unwirksam befunden wurde.
Und nochmal: ich bleibe an den Wochenenden NICHT draussen im LKW, erst recht nicht für die Almosen, welche Ihr dafür springen lasst, und eine Drohung zwecks Abmahnung fasse ich lediglich als den Straftatbestand der Nötigung auf!
Ihr habt eine soziale PFLICHT dem Arbeitnehmer gegenüber – kommt dieser nachhaltiger nach! Dann wird auch das Fahrpersonal wieder entspannter und bereiter, mal das eine oder andere zu tun, was er nicht müsste! ![]()
In diesem Sinne …
Solche Ladestellen sind es, …
… die man einem Neuling auf einem Sattel NICHT zumuten sollte.
Ich hatte heute in Köln gleich 3 Abladestellen – die ersten beiden gingen ja noch von den Platzverhältnissen, aber die letzte war in wahrsten Sinne das letzte! Handelshof, Rolshover Str. 229-231 in 51105 Köln – sollte ich diese Adresse jemals nochmal ansteuern müssen, melde ich mich zeitgleich neukrank!!!
Nicht nur, dass Köln aus der Sicht eines LKW irgendwie zu klein geraten ist, und Köln eine einzige Stauzone darstellt, nein, Köln hat auch noch massig Baustellen und Umleitungen, welche für uns LKW den Herzinfarkt bedeuten! Fragt mich nicht, wie oft ich mir heute gedacht habe “Scheisse!!! Das war enger als eng!”, denn ich durfte einmal eine Rundtour DURCH Köln machen, und habe sogar aus dem LKW die Altstadt gesehen, was nicht wirklich lustig ist.
Die besagte letzte Entladestelle ist eigentlich vom Areal her recht groß, nur die Ladezone eben nicht – hier wurden auf engstem Raume mal eben 6 Tore hingezaubert … im 90°-Winkel zur gerade mal 5m breiten Straße, auf welcher gegenüberliegend auch noch PKW-Parkplätze und Laternen sind – Schwierigkeitsgrad “MAX”!!! Pro Tor hat man eine Breite von 3m zur Verfügung – wäre ja in Ordnung, wenn man da nicht im 90°-Winkel ansetzen müßte! Und dann ist die Ladezone auch noch überdacht, sodass man nahezu blind fährt, denn durch die Sonne sieht man nichts mehr!
Dor
t, wo im Bild der grüne Lastzug zu sehen ist, stand zuvor ein anderer mit blauem Planensattel, obendrein schief, sodass ich noch weniger Platz hatte, um da rein zu kommen.
Die lieben “Kollegen”, welche alle nach mir gekommen waren, hielten sich in ihren Fahrzeugen auf und warteten (genau wie ich zuvor), dass eine Rampe frei wird – keiner von denen hielt es für nötig, mal seinen fetten Arsch aus der Kanzel zu bewegen (genau wie der grüne dort), und mir seine Augen zu leihen, während ich zuvor bei jedem einzelnen geholfen habe – das Beobachten, wie sich ein Neuling abkurbelt, scheint wichtiger gewesen zu sein – sowas nenne ich Kollegenschweine, und das sind die Deutschen, und nicht die Polen, Russen, Tschechen, oder wo sie auch immer herkommen – die springen immer raus und helfen!
Naja, so kam es dann auch, dass ich dem besagten Planensattel dann ein Andenken verpasst habe. ![]()
Nichts wirklich schlimmes – eher ein optischer Makel, aber dennoch ein Schaden.
Als ich direkt danach in der Firma anrief und dieses meldete, wurde dort zu meiner Verwunderung weder ein Aufriss gemacht, noch großartig diskutiert – ich sollte dem Fahrer lediglich unsere Kontakdaten nennen, und eine Firma, welche auf unsere Kosten den Schaden repariert.
Klar, ich habe mir heute mehrfach sagen lassen müssen “shit happens”, und “wo gehobelt wird, da fallen Späne”, aber ärgern tut mich das trotzdem wie Sau! Nicht, weil ich es auch erst lernen muss, sondern weil ich schon gefühlte 100x herausgesprungen bin um nachzuschauen, aber offensichtlich einmal zu wenig.
Die Platzverhältnisse dort sind echt das allerletzte, und ich frage mich, ob solche Rampen aus heutiger Sicht überhaupt noch zumutbar sind!
5000qm Lagerfläche, aber bloss keinen Platz für die schaffen, die die 5000qm mit Waren füllen sollen – bei sowas kommt mir die Galle hoch!
Das ist noch schlimmer als das PKW-fahrende Volk, welches uns täglich (und meist grundlos) verflucht, aber ohne uns weder Autos, Sprit noch sonstigen Lebensbedarf hätte!
Und wenn dann auch noch eine Firma sich so verhält, die durch den Umschlag von Waren überhaupt erst existiert, darf man sich echt nicht mehr wundern, dass es mit der Wirtschaft bergab geht! Diese Ladestelle werde ich zukünftig verweigern, denn man versaut sich dort massig Lenkzeit, bis man endlich an der Rampe steht, und die Betriebsgefahr DURCH diese Rampe ist schlichtweg zu groß – man fährt dahin, um Geld zu erwirtschaften, und nicht, um es mit beiden Händen durch Schäden aus dem Fenster zu werfen!
Die Logistik von morgen ist die Logistik von gestern
Seit einigen Monaten bewegt mich ein Thema ganz besonders:
Wie muss die Logistik von morgen aussehen, damit sie wirtschaftlich dauerhaft existieren kann?
Wir kommen trotz aller Preis- und Steuererhöhungen, der Inflation und der Gaunereien der Ölmultis so langsam an den Punkt wo wir erkennen, dass wir uns mit der Geiz-ist-geil-Einstellung langfristig selbst den Boden unter den Füßen wegziehen, denn niedrigere Preise mindern erst die Qualität einer Sache, und dann auch unser Einkommen, denn es gibt eine Etage, welche grundsätzlich nie mit weniger als zuvor zufrieden ist: die Manager- und Vorstandsetage – somit ist es nur logisch, dass wir irgendwann auf einem Lohnniveau ankommen, an welchem wir bei maximaler Leistung nur noch minimal entlohnt werden – Quantität statt Qualität funktioniert grundsätzlich immer nur kurzfristig, aber nie langfristig.
Somit wäre und ist die logische Konsequenz, dass speziell in der Logistik wieder mehr Service, mehr TATSÄCHLICHE (und nicht nur vorgegaukelte) Kompetenz, und vor allem mehr Fachpersonal (statt unqualifiziertes/angelerntes) Einzug halten müssen, was natürlich auch bedeutet, dass die Frachtraten unweigerlich steigen MÜSSEN, wenn wir wieder mehr Qualität haben wollen.
Genau darin liegt auch unser aller Potential, wenn wir uns von der Konkurenz aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei etc abgrenzen wollen, welche hierzulande weder bei Auftraggebern, noch bei Kunden einen guten Ruf geniessen.
Wir waren mal ein stolzes Volk, auch im Transportgewerbe, und es galten Aussagen wie “unter xx€/pro Lastkilometer schicke ich keinen Fahrer los, Qualität hat seinen Preis!” – zu diesem Grundwert müssen wir deutschen wieder zurück, und zwar konsequent in der KOMPLETTEN Kette bis zum Endverbraucher!
Die Logistikbranche verschliesst seit Jahren die Augen vor der Lösung, und beschäftigt sich lieber mit dem Jammern auf hohem Niveau, wie schlecht es der Branche doch geht, wie teuer alles geworden ist, wie arbeitsunwillig das Fahrpersonal geworden ist, und wie tief doch die Frachtraten mittlerweile sind.
Stimmt, aber das alles ist Folge von erbitterten Preiskämpfen fernab jeglicher Realität, von Angeboten wie “wir fahren für 10 Cent weniger als die Konkurrenz”, und das bereits zu Zeiten, als die Konkurrenz östlich von Deutschland noch keine Konkurrenz war.
Jetzt, wo die bilateralen Bestimmungen deutlich gelockert wurden und die Konkurrenz aus dem Osten tatsächlich eine wird, ist die Karre fast schon festgefahren, denn die können durch die dortigen noch tieferen Lohnniveaus nochmals deutlich billiger fahren, als die deutschen.
Ich bin schon einige Jahre in dem Gewerbe dabei, und dem Kunden deutlich näher als jeder Vorstand, und eines haben die Kunden alle gemein:
sie haben die Nase langsam voll von Spediteuren, welche ausländische Fahrer/Züge nutzen. Auch sind sie es leid, ständig mit verspäteten deutschen Fahrern zu tun zu haben, welche mieser gelaunt als ein hungriger Puma auf Speed auf den Hof geschossen kommen und nach dem Motto schnell schnell, ich hab doch keine Zeit agieren, und dabei einiges auf der Strecke lassen, weil sie bereits in der 15. Arbeitsstunde (zum dritten oder gar vierten Male in der Arbeitswoche) sind und eigentlich schon längst pausenüberfällig sind, der Chef sie aber bis ans äußerste treibt, da der LKW sonst keinen Gewinn eingefahren hat.
Deutsche Spediteure sind mit der Zeit größtenteils betriebsblind geworden, und gerne werden Hinweise der Fahrer lediglich als Nörgeln wahrgenommen, nicht aber als konstruktive Kritik umgesetzt.
Auch wenn das Anheben der Frachtraten auf ein angemessenes Niveau erstmal unlogisch klingt, würde es dennoch funktionieren, denn die Kunden wollen zwar sparen, sie wollen aber auch, dass ihre Waren pünktlich, sicher und zuverlässig ankommen, und der Fahrer/Spediteur am Zielort keine Probleme bereitet, und die meisten sind nach eigenen Gesprächen gerne bereit, hierfür auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Es ist übrigens ein Irrglaube, dass nur wenige zugestimmt haben, dass höhere Frachtraten akzeptiert werden würden, wenn denn die Qualität auch wieder steigen würde – ganz im Gegenteil, die meisten waren dafür, und nur wenige dagegen.
Der Weg für die deutsche Logistik ist im Prinzip so simpel wie logisch: hoch die Frachtraten, hoch die Löhne, mehr Investition in die Ausbildung der Fahrer, mehr Fachpersonal (auch und gerade in den Büros), und die Kunden, welche das (noch) nicht akzeptieren, ruhig zu der Billigkonkurrenz aus den Oststaaten rennen lassen, denn auch denen wird dann irgendwann ein Licht aufgehen.
Liebe Logistiker, es gibt in diesem Lande genügend fachausgebildete deutsche Berufskraftfahrer, Disponenten und Tourenplaner, dann setzt diese auch bitte ein, und hört endlich auf zu jammern, denn IHR seid es, die was ändern müssen, und nicht die Politik, und auch nicht die Fahrer!!! Gerade die Kraftfahrer leisten täglich teilweise unmenschliches, und das muss auch wieder honoriert werden, denn sonst könnt Ihr zuschauen, wie sie nach und nach in andere Berufe abwandern, und Euch für immer abhanden kommen!
Ob nun die großen wie DHL, UPS (u. TNT), DPD, Hermes etc, oder aber die ganzen Logistikverbünde wie Elvis, ILS und Co:
IHR habt es in der Hand, gemeinsam und an einem Strick zu ziehen, und das Schiff wieder auf Kurs zu bringen – wir Kraftfahrer sind die letzten, die Euch dabei nicht unterstützen würden, aber es muss langsam mal etwas passieren!
Also, handelt – sonst könnt Ihr Euch demnächst Eure Fahreranweisungen in allen slawischen und baltischen Sprachen verfassen und den Zorn eines jeden Kunden auf Euch ziehen!
Der Wahnsinn geht weiter
Vor zwei Tagen wäre Zahltag gewesen, arbeitsvertraglich durch den Arbeitgeber zugesichert, aber wie immer ist nichts passiert.
Mittlerweile darf man erleben, dass die LKW-Telefone unterwegs gesperrt werden – das lässt einen so richtig optimistisch in die Zukunft schauen – Insolvenzverschleppung soll ja angeblich eine strafbare Handlung sein.
Nunja, auch habe ich vor dem Besteigen der SZM eindringlich eine Einweisung in diese gefordert, da ich, wie mehrfach im Vorfeld betont, auf einem Sattel so gut wie keine Erfahrung habe, und auch die Eigenarten eines Sattelzuges nicht kenne – selbstverständlich wurde auch hierauf verzichtet. Nun zieht das Prinzip “learning by doing”, und wie man sich vorstellen kann, geht das nicht immer ohne Spuren, was aber nicht mein Problem ist.
Die Touren sind noch immer hirnloser als jeder Backstein, die Möchtegerndisposition weiss noch immer nicht was sie tut, und auch die dort angesetzten Durchschnittsgeschwindigkeitem liegen jenseits jeglicher Realität.
Auf Mitteilungen, dass eine “geplante” Tour nicht funktioniert, bekommt man als Antwort eine SMS mit folgendem Inhalt:” Schicke das bitte an xxx oder xxx, denn ich möchte auch irgendwann mal Feierabend machen” – da fällt einem nichts mehr zu ein! *kopftisch*
Auch mehrfache Mitteilungen, dass man nun nur noch eine Schicht zur Verfügung hat, und diese dann im WOHNORT zu enden hat, werden vollends ignoriert – “Du bist doch Montag garnicht gefahren! Wie kannst Du dann bereits 5 Schichten haben?” – “Achso? Und wie ist die Scheisse dann Dienstag früh rechtzeitig nach über 800km in Holland angekommen???”
Unterm Strich darf man sagen, dass diese Firma dem Untergang geweiht ist! Seitens der Leitung werden nur noch Flachzangen eingestellt, die von Tuten und Blasen wirklich null Ahnung haben (von Logistik noch viel weniger), und alleine aus dieser Sicht hat die Firma keine Zukunft!
Auch meine jetztige Folgetour ist nicht haltbar, aber das werden die am Montag schon noch mitbekommen – wozu noch vorher Bescheid geben, dass die Tour idiotisch ist, wenn sowieso nicht darauf reagiert wird?

