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Der Kalender muss sich irren

Der Kalender muss sich irren, denn heute kann unmöglich Samstag sein!
Es fing bereits damit an, dass bedingt durch den Geburtstag meiner Frau an Schlaf vor Arbeitsbeginn nicht zu denken war.

Heute früh um 1:30 Uhr startete meine Tour – sie führte zuerst nach Berlin. Die Straßen waren erwartungsgemäß spiegelglatt, deswegen startete ich auch mit einer zusätzlichen Sicherheitsreserve von 30 Minuten, welche jedoch leider vorne und hinten nicht ausgereicht haben, denn 20 Minuten vor dem Kunden wollte der LKW nicht mehr. Erst zeigte er mir nichtexistierende Fehlermeldungen im Display an, um anschließend einfach den Motor absterben zu lassen.

Startversuche sahen so aus, dass der Anlasser weder muckte, noch drehte.
In meiner Verzweiflung checkte ich erstmal sämtliche Sicherungen, um sodann festzustellen, dass diese alle i.O. waren.

Anschließend waren die diversen Relais dran, welche ich froh und munter tauschte – das brachte jedoch auch nicht den erwünschten Erfolg.
Nun stand das Kippen des Fahrerhauses auf der Programmordnung – also erstmal die Hütte zusammengeräumt und alles so verstaut, dass nicht auslaufen oder in die Scheibe fliegen kann.
Als ich dann das Führerhaus gekippt hatte (und bereits jetzt schon aussah wie ein Schneemann), fing ich an, die Strippen durchzumessen, welche u.a. zum Anlasser gehen.

Da dieser Dreckskübel Actros auf dem Motor auch nochmal einen Startknopf hat, war das Messen während des Startens alleine möglich – nix, narda, null, niente, kein Saft!

Jetzt versuchte ich, meine Dispo telefonisch zu erreichen, aber mir dämmerte, warum ich bis Montag meine Tourdaten bekommen habe – alle Versuche blieben ohne Gesprächspartner.
Also Führerhaus wieder runter und erstmal rein. Es war zwar nicht mehr wirklich wärmer als draussen, aber es schneitte drinnen wenigstens nicht.

Sporadisch versuchte ich es ab und zu nochmal – ohne Erfolg.

Exakt 60 Minuten NACH meinem Termin erlosch plötzlich die letzte Fehlermeldung…..Hoffnung keimte auf…..Schlüssel rum….der Bock sprang an, also Hackengas!
Mit 80 Minuten Verspätung kam ich dann beim Kunden an – da ich meine Dispo nicht erreichen konnte, drückte ich auch demzufolge ständig die Hauptdispo des Auftraggebers weg, da ich nicht wußte, was ich denen sagen sollte, und bevor ich mir wieder einen Rüffel einfange, weil ich etwas falsches gesagt habe, sage ich lieber garnichts.

Danach mußte ich dann weiter in Richtung Salzgitter. Zwischendurch überkam mich dann doch die Müdigkeit, und ich entschied mich zu 30 Minuten Nickerchen auf einem Rastplatz – böser Fehler!
Nach 30 Minuten wollte ich wieder los – es hatte aber in den 30 Minuten so stark geschneit, dass ich weitere 20 Minuten gebraucht habe, um aus der Schneeverwehung wieder herauszukommen – ein leerer LKW auf Schnee ist einfach zum Kotzen!

So, nun bin ich beim Kunden angekommen, und meine Ladung ist noch nicht fertig, also warten. D.h., dass ich dann jetzt meine Tagespause einlege, und heute abend dann noch 2 Stunden fahren kann – ich stehe dann also irgendwo in den Kapaten, um meine Wochenendpause zu verbringen, ganz toll. Hier stehenbleiben wäre auch noch eine Alternative, wenn die Strecke am Montag so halbwegs frei wäre……

Heute MUSS Montag sein…….!

2 Kommentare zu „Der Kalender muss sich irren“

  • Das liegt an den Feiertagen, die bringen einfach alles durcheinander.
    Schlechter Start in den Tag, aber nach der bisherigen Beschreibung des Bocks und dem Verhalten die Werkstatt-Termine betreffend, irgendwie nicht wirklich verwunderlich …

  • Das liegt an den Feiertagen, die bringen einfach alles durcheinander.
    Schlechter Start in den Tag, aber nach der bisherigen Beschreibung des Bocks und dem Verhalten die Werkstatt-Termine betreffend, irgendwie nicht wirklich verwunderlich …

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